Initiative Landau baut Zukunft

Stadt Landau in der Pfalz

Vermarktung von städtischen Baugrundstücken über Konzeptvergaben

 

Die Stadt Landau verfolgt seit Beginn der Konversion in den 1990er Jahren eine preisdämpfende Bodenpolitik. Städtische Grundstücke werden zum Verkehrswert verkauft. Die Vergabeentscheidung erfolgt in der Regel nach inhaltlichen Kriterien und nicht nach dem höchsten Preisgebot.

 

Mit dem Wohnpark Am Ebenberg befindet sich die letzte ehemals militärisch genutzte Brachfläche in der (überwiegend) wohnbaulichen Entwicklung. Aktuell werden 2,8  Hektar vermarktet, auf denen rund 250 Wohnungen / Eigenheime errichtet werden können. Zuschlagskriterien sind neben dem Kaufpreis zu einem überwiegenden Anteil städtebauliche, soziale und ökologische Kriterien, das heißt, auch in der Kaserne werden die Grundstücke nicht nach dem Höchstpreisgebot sondern im Sinne einer Konzeptvergabe verkauft. Aufgrund der hohen Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt ist davon auszugehen, dass die wohnbauliche Entwicklung im Wohnpark Am Ebenberg bis 2020 abgeschlossen sein wird.

 

Die Baulandstrategie hat in den letzten drei Jahren zu einer spürbaren Reduzierung der Baulücken in der Stadt beigetragen. Von 349 im Jahr 2011 erfassten Baulücken sind derzeit noch etwas über 200 übrig geblieben. Im Kernstadtgebiet gibt es nur noch wenige innerstädtische Entwicklungspotenziale. Die letzte größere zusammenhängende Fläche ist das ehemalige Bahngelände nördlich des Hauptbahnhofes. Dort steht die Verwaltung in Verhandlung mit dem Grundstückseigentümer zum Aufkauf der insgesamt rund 3,5 Hektar großen Fläche. Mit dem Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan D7a hat der Rat der Stadt Landau bereits in seiner Sitzung am 23.05.2000 die Entwicklung eines Wohngebietes beschlossen. 120 - 150 Wohneinheiten könnten auf dem Areal in den nächsten Jahren errichtet werden und somit das letzte bebaubare Konversionsareal im Stadtgebiet füllen.

 

Nimmt man sämtliche Flächenpotenziale im Stadtgebiet zusammen, stehen einschließlich der beiden genannten großen Entwicklungsareale in der Innenstadt (Wohnpark und Bahnfläche) für die nächsten Jahre noch rund 19,3 Hektar Bauland bzw. Bauerwartungsland zur Verfügung. Hinzu kommen 8,5 Hektar in den Stadtteilen. Rechnet man alle Baulandpotenziale in der Stadt zusammen und vergleicht diese mit dem prognostizierten Bedarf, wird schnell deutlich, dass es mittelfristig zusätzlicher Entwicklungsmaßnahmen bedarf, um den prognostizierten Wohnungsbedarf der nächsten Jahre zu decken.